Bangkok ist der Schmelztiegel Südostasiens. Hier treffen die traditionelle thailändische Kultur, indische, chinesische, kambodschanische und malaysische Einflüsse aufeinander. Außerdem war die Stadt für über 200 Jahre eine Pufferzone zwischen der englischen und französischen Kolonialmacht. Der westliche Einfluss ist daher auch ziemlich bedeutend.
Thailand ist eine konstitutionelle Monarchie. Die Thais sind begeisterte Royalisten und bringen ihrem König und seiner Familie glühende Verehrung entgegen, ähnlich wie die Engländer ihrer Queen. Viele der kulturellen Festivitäten und Ereignisse sind daher entweder mit dem König selbst oder seiner Familie verknüpft.
So ist z. B. der thailändische Nationalfeiertag am 5. Dezember der Geburtstag des Königs (übrigens der am längsten regierende Herrscher der Welt), der von Jung und Alt begeistert gefeiert wird. Zu diesem Anlass werden Gebäude im ganzen Land festlich geschmückt, der Große Palast wird prächtig illuminiert. Unbedingt sehenswert ist auch die große Parade der königlichen Garde mit ihren farbenprächtigen Uniformen im Dezember. An diesem Ereignis nehmen der König und die Königin und fast alle Mitglieder der königlichen Familie auf einer Ehrentribüne teil.
Ein anderes bedeutendes Ereignis ist das Bangkok-Songkran-Festival vom 13. bis 15. April. Dieses Festival findet aus Anlass des Beginns des thailändischen Neuen Jahrs statt. Zahlreiche Festlichkeiten sind dann überall in der Stadt vertreten. Ein lustiger Brauch bei diesem Fest ist, dass Leute sich gegenseitig mit Wasserbeuteln bewerfen.