27.12.2009

Thailand: Geschichte & Kultur

Das Gebiet des heutigen Thailands ist nachweislich seit der Steinzeit, also seit mindestens 10.000 Jahren besiedelt. Vor dem Untergang des Khmer-Reiches im 13. Jahrhundert gab es auf dem Gebiet des Landes mehrere unabhängige Königreiche der Tai, Mon, Khmer und Malaien. Thailand war immer schon Fremden gegenüber aufgeschlossen und trieb seit jeher regen Handel mit den Nachbarländern. Im 16. Jahrhundert erschienen die ersten Europäer, die Portugiesen, gefolgt von den Holländern, den Engländern und Franzosen. Es ist bemerkenswert, dass Thailand als einziges Land Südostasiens niemals kolonialisiert worden ist. Wahrscheinlich ist das darauf zurückzuführen, dass Thailand glücklicherweise über eine lange Reihe fähiger Herrscher verfügte, die es geschickt verstanden, die 2 führenden Kolonialmächte England und Frankreich gegeneinander auszuspielen. Nach dem 2. Weltkrieg schlug das Land einen pro-westlichen Kurs ein, musste aber eine lange Reihe von Putschen und Militärdiktaturen erdulden. Seit den 1980iger Jahren verwandelte sich das Land in eine stabile Demokratie.

Die Kultur ist stark von indischen, kambodschanischen und chinesischen Einflüssen geprägt. Die Hauptreligion ist der Buddhismus, der auch heute noch weitverbreitet praktiziert wird. Im Süden des Landes ist der Islam vorherrschend. Die thailändische Kultur basiert auf der Achtung und dem Respekt der Vorfahren. Es besteht eine ausgeprägte soziale Rangordnung, die von der gesellschaftlichen Stellung aber auch vom Alter abhängig ist. Als Tabu gelten die Berührung des Kopfes einer anderen Person, da der Kopf als heilig gilt und das Zeigen mit dem Fuß, da er Fuß als schmutzigster Körperteil angesehen wird. Über eine Person oder Essen hinweg zu steigen (z. B. am Strand) gilt als Beleidigung. Der Nationalsport ist das sogenannte Muay Thai oder Thaiboxen.

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